Unternehmensbewertung für KMU in Nürnberg, Fürth und Mittelfranken
Eine fundierte Unternehmensbewertung schafft Klarheit über den wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens. Sie ist besonders wichtig bei Unternehmensverkauf, Unternehmenskauf, Nachfolge, Beteiligungen, Finanzierungen, Gesellschafterwechseln oder strategischen Entscheidungen.
Schemm Finance Consulting unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen, Unternehmer, Nachfolger und Käufer in Nürnberg, Fürth, Zirndorf und Mittelfranken bei der realistischen Ermittlung des Firmenwerts.
Im Mittelpunkt steht keine pauschale Zahl, sondern eine nachvollziehbare, belastbare und praxisnahe Bewertung. Je nach Anlass werden Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren und Multiplikatorverfahren eingeordnet und miteinander plausibilisiert.
Eine Unternehmensbewertung ist immer dann sinnvoll, wenn wichtige wirtschaftliche Entscheidungen vorbereitet werden müssen. Der Firmenwert beeinflusst Kaufpreisverhandlungen, Finanzierungen, Nachfolgeregelungen und strategische Entscheidungen.
Typische Anlässe sind:
- Verkauf eines Unternehmens oder Unternehmensanteils
- Kauf eines Unternehmens im Rahmen einer Nachfolge oder M&A-Transaktion
- Familieninterne oder externe Unternehmensnachfolge
- Aufnahme eines Investors oder neuen Gesellschafters
- Vorbereitung von Bankgesprächen und Finanzierungen
- Ausscheiden eines Gesellschafters
- Steuerliche oder erbrechtliche Fragestellungen
- Strategische Standortbestimmung des Unternehmens
Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist eine realistische Bewertung besonders wichtig. Häufig unterscheiden sich emotionale Preisvorstellungen, steuerliche Werte, Substanzwerte und tatsächlich am Markt erzielbare Kaufpreise erheblich.
Wann ist eine Unternehmensbewertung sinnvoll?
Ablauf einer Unternehmensbewertung
Die Unternehmensbewertung erfolgt strukturiert und nachvollziehbar. Ziel ist eine belastbare Einschätzung, die den Anlass der Bewertung, die wirtschaftliche Lage und die Besonderheiten des Unternehmens berücksichtigt.
1. Erstgespräch und Bewertungsanlass
Zu Beginn wird geklärt, warum die Bewertung benötigt wird. Eine Bewertung für einen Unternehmensverkauf kann andere
Schwerpunkte haben als eine Bewertung für Nachfolge, Finanzierung, Gesellschafterwechsel oder interne Planung.
2. Analyse der vorhandenen Unterlagen
Ausgewertet werden insbesondere Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Planungsrechnungen, Umsatz- und Kostenstrukturen, Kundenstruktur, Personalstruktur, Verbindlichkeiten, Investitionen und wesentliche Risiken.
3. Finanzplanung und Plausibilisierung
Auf Basis der historischen Zahlen wird eine nachvollziehbare Planung erstellt oder geprüft. Dabei werden Umsatzentwicklung, Margen, Kosten, Investitionen, Liquidität und zukünftige Ertragskraft realistisch eingeordnet.
4. Auswahl geeigneter Bewertungsmethoden
Je nach Unternehmen und Anlass kommen unterschiedliche Bewertungsverfahren zum Einsatz. Häufig ist eine Kombination aus Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren und Multiplikatorverfahren sinnvoll.
5. Einordnung und Ergebnisbesprechung
Das Ergebnis wird nicht isoliert als einzelne Zahl betrachtet, sondern in einer realistischen Wertbandbreite erläutert. Chancen, Risiken, Annahmen und mögliche Verhandlungsspielräume werden transparent dargestellt.
Multiplikatorverfahren – marktorientierte Einschätzung des Firmenwerts

Das Multiplikatorverfahren ermittelt den Unternehmenswert anhand vergleichbarer Unternehmen oder Transaktionen. Dabei werden Kennzahlen wie Umsatz, EBIT, EBITDA oder Jahresüberschuss mit branchenüblichen Multiplikatoren verglichen.
Der Vorteil liegt in der Marktnähe: Das Verfahren zeigt, welche Bewertungsniveaus in einer Branche oder bei ähnlichen Unternehmen grundsätzlich beobachtbar sind. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann dies eine hilfreiche Orientierung sein.
Gleichzeitig darf das Multiplikatorverfahren nicht mechanisch angewendet werden. Unterschiede bei Größe, Ertragskraft, Abhängigkeit vom Inhaber, Kundenstruktur, Wachstum, Risiko, Investitionsbedarf und Finanzierung können den Unternehmenswert deutlich beeinflussen.

Ertragswertverfahren – Bewertung auf Basis zukünftiger Erträge
Das Ertragswertverfahren stellt die zukünftige Ertragskraft eines Unternehmens in den Mittelpunkt. Entscheidend ist nicht nur, welche Gewinne in der Vergangenheit erzielt wurden, sondern welche nachhaltig erzielbaren Erträge künftig realistisch erwartet werden können.
Dazu werden die geplanten Erträge analysiert, plausibilisiert und auf den heutigen Bewertungsstichtag abgezinst. Risiken, Unternehmerlohn, Investitionsbedarf, Finanzierungskosten und besondere Abhängigkeiten werden dabei berücksichtigt.
Das Verfahren eignet sich besonders für Unternehmen, deren Wert wesentlich aus ihrer Ertragskraft entsteht. Für Nachfolge, Verkauf oder Gesellschafterwechsel kann es eine wichtige Grundlage für eine nachvollziehbare Wertindikation liefern.
Ablauf des Ertragswertverfahrens
1. Unternehmensplanung
Zunächst wird eine detaillierte Planung der zukünftigen Erträge erstellt, üblicherweise für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.
Diese Planung umfasst zentrale Finanzgrößen wie Umsätze, Betriebskosten, Personalaufwendungen, Abschreibungen und Steuern.
Aus diesen Werten wird der sogenannte Zukunftsertrag ermittelt, der die Basis für die weiteren Berechnungen bildet.
2. Diskontierung der Erträge
Die geplanten Erträge werden anschließend auf den heutigen Wert abgezinst.
Hierbei wird ein sogenannter Kalkulationszins verwendet, der das Risiko und die erwartete Rendite widerspiegelt.
Dieser Zinssatz setzt sich aus einem risikolosen Basiszins (z.B. der Zinssatz für Staatsanleihen) und einem Risikozuschlag zusammen, der das spezifische Unternehmensrisiko berücksichtigt.
3. Berechnung des Ertragswerts
Der Ertragswert des Unternehmens ergibt sich aus der Summe der abgezinsten Erträge über den Planungszeitraum.
Der Terminalwert stellt den Wert der Erträge dar, die nach dem Ende der Planungsperiode zu erwarten sind und geht davon aus, dass das Unternehmen eine gleichbleibende Ertragskraft hat.
Er wird als ewige Rente berechnet.
4. Sonstige Faktoren
Bei der Berechnung des Ertragswerts werden weitere Einflussfaktoren berücksichtigt, wie z.B. notwendige Reinvestitionen, Synergieeffekte oder besondere unternehmensspezifische Risiken.
Ebenfalls kann ein Unternehmerlohn abgezogen werden, um den Wert des Unternehmens unabhängig von der Person des Unternehmers zu bewerten.
Das Ertragswertverfahren stellt die Ertragskraft des Unternehmens in den Mittelpunkt. Anders als beim Substanzwertverfahren, bei dem der materielle Wert des Unternehmens (Gebäude, Maschinen etc.) bewertet wird, wird hier der zukünftige wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens in den Vordergrund gestellt.
Dies macht das Verfahren besonders geeignet für Unternehmen, deren Wert in der Erzielung von Erträgen liegt, nicht aber in der materiellen Substanz.
Das Ertragswertverfahren wird auch von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern nach dem Standard IDW S1 als präferierte Methode zur Bewertung von Unternehmen verwendet. Allerdings sollte man zwischen verschiedenen Varianten des Verfahrens unterscheiden, wie dem vereinfachten Ertragswertverfahren oder dem steuerlichen Ertragswertverfahren, das oft nur für steuerliche Zwecke genutzt wird und weniger präzise ist.
Dieser detaillierte Prozess ermöglicht eine fundierte Bewertung, die sowohl für Unternehmensverkäufer als auch für potenzielle Käufer eine verlässliche Grundlage bietet.
Discounted-Cashflow-Verfahren
Bewertung zukünftiger Zahlungsüberschüsse

Das Discounted-Cashflow-Verfahren, kurz DCF, bewertet ein Unternehmen anhand der künftig erwarteten freien Zahlungsüberschüsse. Diese sogenannten Free Cashflows werden auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst.
Der Vorteil des DCF-Verfahrens liegt in der detaillierten Zukunftsbetrachtung. Investitionen, Wachstum, Finanzierung, Steuern, Kapitalbindung und Risiko können differenziert abgebildet werden.
Gleichzeitig ist das Verfahren stark von den zugrunde liegenden Annahmen abhängig.
Deshalb ist eine sorgfältige Plausibilisierung der Planung entscheidend. Bereits kleine Änderungen bei Wachstum, Margen oder Kapitalisierungszins können den Unternehmenswert erheblich verändern.
Vorgehensweise des Discounted Cashflow Verfahrens
1. Ermittlung der Free Cashflows
Ausgangspunkt des DCF-Verfahrens ist die Prognose der Free Cashflows, die ein Unternehmen in den kommenden Jahren erwirtschaften wird.
Diese Cashflows setzen sich aus den Einnahmen abzüglich aller operativen Ausgaben und Investitionen zusammen.
Grundlage dieser Berechnungen sind detaillierte Planungen für drei bis fünf Jahre, in denen die finanzielle Entwicklung des Unternehmens antizipiert wird.
2. Abzinsung der Cashflows
Die berechneten Free Cashflows werden mithilfe eines diskontierten Zinssatzes auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst.
Der gebräuchlichste Zinssatz ist der sogenannte Weighted Average Cost of Capital (WACC), der sowohl Eigenkapitalkosten als auch Fremdkapitalkosten eines Unternehmens berücksichtigt.
Der WACC gibt die erwartete Rendite wieder, die Investoren für das in das Unternehmen investierte Kapital erwarten.
3. Ewige Rente
Da Unternehmen in der Regel über den Planungszeitraum hinaus existieren, wird zusätzlich die sogenannte ewige Rente berechnet.
Dabei wird angenommen, dass das Unternehmen nach dem detaillierten Planungszeitraum einen konstanten Free Cashflow erwirtschaftet, der ebenfalls abgezinst wird.
Dieser Teil trägt oft erheblich zum Gesamtwert des Unternehmens bei.
4.Unternehmenswert
Der Unternehmenswert ergibt sich aus der Summe der abgezinsten Free Cashflows aus der Planungsphase und der ewigen Rente.
Dieser Wert gibt an, wie viel ein Unternehmen aus heutiger Sicht wert ist, unter Berücksichtigung zukünftiger finanzieller Überschüsse und Risiken.
Vorteile des Discounted Cashflow Verfahrens
Das DCF-Verfahren bietet zahlreiche Vorteile. Es liefert eine fundierte und zukunftsorientierte Bewertung, die die individuelle finanzielle Lage des Unternehmens berücksichtigt. Dabei können unternehmensspezifische Risiken und Wachstumschancen präzise in die Bewertung einfließen.
Insbesondere für Unternehmen mit stabilen und gut prognostizierbaren Cashflows eignet sich dieses Verfahren hervorragend. Ein weiterer Vorteil besteht in der Berücksichtigung steuerlicher Effekte, die durch die Abzinsung über den WACC erfasst werden.
Anwendungsbereich und Herausforderung
Das DCF-Verfahren ist besonders geeignet für Unternehmen, die langfristig stabile Cashflows erwirtschaften. Gleichzeitig erfordert es jedoch eine präzise und realistische Prognose der zukünftigen Unternehmensentwicklung.
Ungenauigkeiten oder falsche Annahmen in der Planung können die Bewertung erheblich verfälschen. Daher ist eine Plausibilitätsprüfung der zugrunde liegenden Daten unerlässlich, um realistische Ergebnisse zu gewährleisten.
Zusammengefasst bietet das DCF-Verfahren eine detaillierte und individualisierte Methode der Unternehmensbewertung, die zukünftige Cashflows und Risiken in den Mittelpunkt stellt. Es ist ein unverzichtbares Instrument zur Bestimmung des Unternehmenswertes, insbesondere für Investoren, die eine langfristige Perspektive einnehmen.
Unternehmensbewertung anfragen
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Schemm Finance Consulting unterstützt Sie mit einer strukturierten, nachvollziehbaren und praxisnahen Unternehmensbewertung für KMU in Nürnberg, Fürth, Zirndorf und Mittelfranken.
Was erhalten Sie als Ergebnis?
Am Ende der Unternehmensbewertung erhalten Sie eine nachvollziehbare Einschätzung des Firmenwerts. Je nach Anlass kann dies als kompakte Wertindikation, ausführlichere Bewertungsunterlage oder Grundlage für Gespräche mit Käufern, Nachfolgern, Gesellschaftern, Banken oder Beratern erfolgen.
Das Ergebnis umfasst insbesondere die Einordnung der wirtschaftlichen Ausgangslage, die Analyse der Ertragskraft, die Auswahl geeigneter Bewertungsverfahren, eine realistische Wertbandbreite sowie Hinweise auf wertsteigernde und wertmindernde Faktoren.
Ziel ist eine Bewertung, die nicht nur rechnerisch nachvollziehbar ist, sondern auch in der Praxis für Entscheidungen, Verhandlungen und weitere Gespräche genutzt werden kann.
